Die Bezirksliga-Fußballer des TuS Strudden haben ihr erstes Pflichtspiel unter Trainer Holger Drieling gewonnen und sind am Sonntagnachmittag in die zweite Runde des Bezirkspokals eingezogen. Mit 10:9, nach 90 Minuten hatte es 2:2 (2:0) gestanden, setzte sich die Drieling-Elf im Elfmeterschießen durch. „Am Ende ist der Sieg für uns bedingt durch das Elfmeterschießen natürlich etwas glücklich“, erklärte der Trainer nach dem Schlusspfiff. Für Drieling ist es ein typisches Unentschieden-Spiel gewesen. Während die Gastgeber in der ersten Hälfte mehr von der Partie hatten, steigerten sich die Fehntjer nach dem Seitenwechsel.

Aber der Reihe nach: Erst zwanzig Sekunden waren gespielt, da durften die Gastgeber bereits jubeln. Struddens Patrick Janßen war Nutznießer eines missglückten Klärungsversuchs der Fehntjer und erzielte bereits in der Anfangsminute den Führungstreffer für die Schwarz-Gelben. „Wir haben die erste Halbzeit total verschlafen und hatten zunächst große Probleme in die Partie rein zu finden“, schimpfte SVG-Trainer Frank Winkler nach dem Spiel. Die Folge war noch vor dem Seitenwechsel das 2:0 für die Schwarz-Gelben durch Fabian Rose. „In der ersten Hälfte sind wir den Gegner gut angelaufen und haben in den Positionen gut gearbeitet“, war Holger Drieling mit den ersten 45 Minuten zufrieden.

Mit Beginn der zweiten Spielhälfte fanden die Fehntjer jedoch von Minute zu Minute besser in die Partie. Durch einen verwandelten Foulelfmeter kamen die Gäste durch Tran Hoang Le zum Anschusstreffer (57.). „Meine Mannschaft hat nach dem Seitenwechsel Moral bewiesen und sich ins Spiel zurückgekämpft“, erklärte Winkler. Der verdiente Lohn war schließlich in der 75. Minute der Ausgleichstreffer durch den zu Pause eingewechselten Patrick de Buhr. Auch in der Schlussphase der Partie blieben die Gäste das aktivere Team und hatten auch den Führungstreffer auf dem Fuß. Doch ein aufmerksam Rene Breu zwischen den Pfosten hielt den Kasten der Struddener bis zum Schluss sauber, sodass die Entscheidung in der regulären Spielzeit ausblieb.

Im anschließenden Elfmeterschießen bewiesen die Akteure beider Seiten ihre Nervenstärke. Erst dem 16. Schützen gelang es nicht, den Ball im Tor unterzubringen. Der Sieg und das Weiterkommen der Struddener waren damit besiegelt. „Wir müssen lernen, dass wir unser Spiel über 90 Minuten durchbringen und nicht nur eine Halbzeit lang. Daran werden wir weiter arbeiten“, sagte Holger Drieling abschließend.

 Jens Schipper Anzeiger für Harlingerland 31.07.17