Der TuS Strudden hat die dritte Runde im Fußball-Bezirkspokal erreicht. Nach dem 1:0-Heimerfolg gegen Grün-Weiß Firrel fiel mehrfach das Wort Überraschung. Doch es war mehr der gerechte Lohn für eine konzentrierte Leistung als eine Überraschung.

Für die Gastgeber begann die Partie nicht gerade nach Plan: Kapitän Thilo Janßen blieb nach einem Kopfballduell im Mittelfeld liegen. Er hatte sich so schwer an der Schulter verletzt, dass er ins Krankenhaus gebracht werden musste. Damit wächst die eh schon stattliche Liste der Verletzten beim TuS weiter an.

Doch die Struddener ließen sich nicht entmutigen und nahmen den Kampf gegen den selbst ernannten Favoriten an und lieferten den Firrelern ein Duell auf Augenhöhe. Torchancen gab es zwar einige, doch entweder waren die Abschlüsse zu ungenau oder die Torhüter waren zur Stelle. So ging es Torlos in die Kabine.

Nach Seitenwechsel blieb die Begegnung ausgeglichen. Den Grün-Weißen fiel gegen die taktisch diszipliniert arbeitende Defensive des TuS kaum etwas ein. Etwas besser machte es die Heimelf. Mit hoher Laufbereitschaft erspielte sich Strudden einige gute Möglichkeiten, der Erfolg ließ aber weiter auf sich warten. Firrel fand spielerisch keine Mittel, um sich den entscheidenden Vorsprung zu erarbeiten. „Ein Team spielt nur so gut, wie es der Gegner zulässt“, sagte TuS-Trainer Holger Drieling nach der Partie grinsend. Und er hatte allen Grund zur Freude, denn kurz vor dem Ende gelang endlich ersehnte Treffer. Der eingewechselte Timo Cordes zog aus halbrechter Position ab und gab Abwehrspielern und Torwart das Nachsehen. Dass es bis zum Ende spannend blieb lag vor allem daran, dass die Heimelf keiner ihrer weiteren guten Gelegenheiten nutzen konnte. Als Schiedsrichterin Anke Hölscher die Partie dann Abpfiff fielen sich die Gastgeber glücklich in die Arme. Die Gäste aus Firrel schlichen hingegen ratlos vom Feld.

Letztlich war der TuS-Erfolg verdient, da die Gastgeber über weite Strecken den Eindruck erweckten, dass sie mehr Lust aud dieses Fussballspiel gehabt hatten. Jeder war bereit, für den anderen zu laufen und etwaige Lücken zu schließen. Der Favorit aus Firrel wirkte in einigen Situationen zu selbstsicher. Gerade bei Standardsituationen wurde dies deutlich. Die hochgewachsenen Abwehrspieler der Gäste verloren fast alle Kopfballduelle im eigenen Strafraum.

Der Schlüssel zum Erfolg sei jedoch die taktische Disziplin gewesen, erklärte TuS-Trainer Holger Drieling. Seine Mannschaft habe die Vorgaben konsequent umgesetzt und sei in der Rückwärtsbewegung kein unnötiges Risiko eingegangen.